Wald für Wiesbaden

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WALD FÜR WIESBADEN
FORESTS FOR FUTURE

Kunst, Musik, Lyrik, Klimaschutz

Auf die Idee ein Projekt zum Wiesbadener Wald zu planen, kamen wir über die Beschäftigung mit dem Klimawandel, durch Berichte der Friday-For-Future-Bewegung und Artikel über den Zustand des Stadtwaldes, sowie das großflächige Absterben der Wiesbadener Fichten. Wir wollen auf den Wiesbadener Wald aufmerksam machen, um für seinen Schutz und teilweise Wiederaufbau zerstörter Gebiete zu sensibilisieren.
Die Erderwärmung kann laut Forschern durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch das Pflanzen von Bäumen. Eine aktuelle Studie von der ETH Zürich hat ergeben, dass “die Wiederherstellung von Wäldern die derzeit beste Lösung für den Klimawandel ist”, weil Bäume hervorragend CO2 aus der Luft speichern.

Das ist doch mal eine positive Meldung die Mut macht. Wir finden, dass man mit positiver Stimmung auch viel mehr erreichen kann, als mit immer neuen Horrormeldungen zum Klima.

Mit „romantischen“ Gemälden unseres Stadtwaldes, einem Song nach einem Motiv aus der in Wiesbaden komponierten Sinfonie „Im Walde“ von Joachim Raff und Lyrik und anderen Texten wollen wir Spenden sammeln zur Aufforstung der durch Klimawandel und Borkenkäfer zerstörten Wälder um Wiesbaden. Und wir werden selbst Bäume im Stadtwald pflanzen.

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  • Kategorie: Lebensraum Stadt
  • Schule: MSS Dichterviertel
  • Klasse: 7-10
  • Teamsprecher/-in: Alina Montigel
  • Lehrer/-in: Olli Back

Wald für Wiesbaden - Kunst, Musik, Lyrik, Klimaschutz

Ein 30-60cm großer Baumsetzling kostet 5 Euro. Schon damit kann man seinen eigenen CO2-Fußabdruck verkleinern! Je nach Sorte und Alter speichert ein Baum ca. 10 Kilo CO2 pro Jahr. Ein kleiner Setzling natürlich noch nicht, aber der wird ja auch mal groß.

 

Bilder und Lyrik

Zu Beginn unseres Projektes sammelten wir Motive aus dem Stadtwald. Jedes fertige gemalte Bild sollte mit einem passenden Text z. B. aus dem Bereich der Naturlyrik ergänzt werden. Hierzu sammelten wir Zitate von Clemens Brentano, Aloys Henninger, Ferdinand Hey´l, Ernst Rechtern, Alfons Paquet, Adelheid von Stolterfoth und vielen anderen, die hier im Wald um Wiesbaden unterwegs waren und ihn beschrieben haben. Diese Texte sind teilweise sehr alt. Ein Urheberrecht existiert meist nicht mehr und viele der Bücher konnten wir frei in digitalen Bibliotheken über Google finden. Manchmal waren sie noch in altdeutsch geschrieben. Mit einer Textscanner-App konnten wir sie dann für uns lesbar machen. Uns hat die Sprache dieser alten Texte mit oft ungewohnten Formulierungen gefallen, weshalb wir wir auch alten Schreibweisen von Wörtern so gelassen haben, wie sie im Original waren (z.B. Chur statt Kur, Orth statt Ort, Clima statt Klima usw). Ferdinand Hey´l, den wir oft zitieren, starb übrigens am 21.8.1897, hat also in diesem Jahr seinen 125. Todestag.

Alle Gemälde und Texte

 

Die Wiesbadener Wald-Sinfonie

Die Schulband suchte nach etwas passendem zum Thema Wald und entdeckte die Sinfonie „Im Walde“, die 1869 von Joachim Raff in Wiesbaden komponiert wurde. Erstaunlicherweise ist der Komponist hier kaum bekannt, obwohl er weltweite Beachtung findet, sein Hauptwerk 1856-1877 in Wiesbaden entstanden ist und seine Cavatina sogar auf der Jungfernfahrt der Titanic gespielt wurde und zum Soundtrack des berühmten Filmes gehört. In diesem Jahr feiert er am 27. Mai auch seinen 200. Geburtstag! Vielleicht können wir dazu beitragen, dass er ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommt!

Die Schulband hat also die Sinfonie „Im Walde“ immer wieder durchgehört, bis sie in jedem Satz ein Motiv fanden, aus dem sie je einen Song machen wollten. Ideen und Demos sind zu allen drei Sätzen entstanden.

Am Anfang jeden Songs ist das aus der Sinfonie herausgesuchte Motiv im Original zu hören, um den Stimmung und Atmosphäre der Sinfonie wirken zu lassen. Dann übernehmen E-Gitarre oder Keyboard das Motiv. Die Original-Harmonien der Motive waren dann die Grundlage für den weiteren Songaufbau. Am besten gefallen hat uns dann unsere Bearbeitung des 2.Satzes. Aus ihm machten wir den Song Broken. In unserem Text des Songs vergleichen wir den gebrochenen Zustand des Waldes mit einer zerbrochenen Liebe. 

Broken - der Song nach der Wiesbadener Waldsinfonie (J. Raff 1968)

Weitere Ideen/Demos nach der Sinfonie

 

Aufforstung und Baumspenden

Und um auch im Wald selbst etwas zu tun, haben wir Kontakt zu Hessenforst aufgenommen um bei Aufforstungsaktionen mitzumachen. Dort fand man das Projekt und die Ideen zwar sehr gut, aber zur Zeit unseres Projektstartes im Herbst 2021 gab es dort gar keine neuen Setzlinge mehr um überhaupt etwas aufzuforsten. Erst am 18. März 2022 konnten wir dann mit Hessenforst auf der Platte aufforsten.

Wir entdeckten auch die Organisation Planted-Green, die direkt hier bei uns um Wiesbaden aufforsten will. Sie arbeiten aber nicht ehrenamtlich, sondern müssen ihren Förster auch bezahlen. Sie verlangen zudem die Zusicherung einer bestimmten (sehr hohen Summe), die man zu Not selbst aufstocken soll. Das konnten wir natürlich nicht zusagen!

Dann haben wir Sabine Rippelbeck kontaktiert, die für den Wiesbadener Stadtwald zuständig ist. Sie hat uns an den Wiesbadener Förster Tim Brunsch vermittelt. Er hatte noch 250 klimastabile Eichen-Setzlinge. Mit ihm konnten wir am 24 November in einem zerstörten Waldstück oberhalb Frauensteins beginnen. Alle Fichten dort waren dem Borkenkäfer, der Hitze und Stürmen zum Opfer geworden und mussten gefällt werden.

Ziemlich trostlos sah das Gelände aus. Es war ein kalter Novembertag, das Gelände war sehr matschig und wir waren danach völlig verdreckt und fix und fertig. Jetzt sind wir gespannt wie die kleinen Bäumchen sich entwickeln und werden natürlich immer einmal dort nachsehen.

Da wir wissen, wie groß die neu zu bewaldeten Flächen sind, wollten wir dazu beitragen, dass es weiter genug Baumsetzlinge gibt und haben zu Spenden aufgerufen. Plakate und Flyer sollen auf unser Projekt aufmerksam machen und über einen QR-Code direkt auf unsere Projektpage verlinken, wo das Spendenkonto einlädt, etwas gutes zu tun.

Es war uns wichtig, eine Spendenplattform zu haben, auf der unser Projekt interessant und ansehnlich vorgestellt wird und über die man schnell und mit wenigen Klicks spenden konnte. Nach intensiver Suche hatte uns Betterplace überzeugt. Nach mehreren Gesprächen mit Lehrern und Eltern, stellten wir fest, dass es wichtig war sowohl über Banküberweisung, Paypal, Kreditkarte und andere Wege eine Spende machen zu können. Das bot Betterplace mit wenigen Klicks an. Wir konnten hier auch ein schönes Startbild platzieren und all unsere Gemälde zeigen. Es ist möglich ständig über Neuigkeiten zu informieren, auf unsere Youtube-Kanäle zu verlinken. Wichtig war es für die angesprochenen Lehrer und Eltern auch, dass Spender sowohl anonym, als auch mit ihrem Namen oder als Gruppe spenden konnten. Auch das war hier möglich. Und wir konnten uns direkt für Spenden bedanken und die Spender zu einem Newsletter einladen.

Ein Logo konnte hier auch platziert werden. Wir kombinierten hierfür einfach einen Baum mit der Wiesbadener Lilie und konnten somit auf einen ersten Blick erkennen lassen, dass es hier wohl um Bäume und Wiesbaden ginge. Natürlich konnten wir als Schülergruppe aus rechtlichen Gründen nicht als Verantwortliche und Verwalter solch einer Spendenaktion auftreten. Hier brauchten wir einfach einen Erwachsenen. Unser Lehrer Olli Back übernahm das netterweise, wobei es uns aber wichtig war, dass wir ständig mit involviert waren, weshalb wir die Arbeit an der Plattform auch immer gemeinsam in der Schule gemacht haben.

Unsere Spendenplattform

Es gibt inzwischen viele Organisationen, die zu Baumspenden aufrufen. Wir haben aber keine gefunden, die das speziell für den Wiesbadener Wald macht. Es ist natürlich wichtig überall in Deutschland und auf der ganzen Welt aufzuforsten, wir dachten aber, dass die Leute eher bereit sind etwas für den Wald vor ihrer Haustür zu spenden, den sie ja auch selbst nutzen in ihrer Freizeit. Unsere Spenden sollen deshalb direkt an die Forstabteilung des Wiesbadener Stadtwaldes gehen, der für unser Projekt ein spezielles Konto hat.

Wir bekamen einen bösen Kommentar, zur Aufforstung seien doch Steuergelder da und wir würden damit nur die Holzindustrie unterstützen. Aber: im Stadtwald werden schon seit 27 Jahren nicht mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt. Die Stadt hat sich verpflichtet besonders den seltenen Buchenbestand zu erhalten und schonend zu behandeln. Sie verzichtet auf Dünger und Pestizide, und lässt abgestorbene Bäume für Pflanzen und Tiere stehen. Seit 1999 darf sich der Stadtwald deswegen als „ausgezeichnet“ loben, denn damals erhielt er von dem Verein Naturland das Öko-Zertifikat FSC, das für Forest Stewardship Council steht.

Dass auch weiterhin kein Kahlschlag betrieben wird und insbesondere der selten gewordene Buchenbestand erhalten bleibt, dazu hat sich die Stadt verpflichtet. Zumindest für die nächsten zehn Jahre gilt der Buchenwald nördlich von Wiesbaden als „Natura 2000 Schutzgebiet“. Die Stiftung hat bereits Schutzgebiete in Mittel-, Nord- und Südhessen vertraglich unter Schutz gestellt, aber das Gebiet in Wiesbaden ist das bislang größte. Denn die Hälfte des gesamten Stadtwalds – also gut 2200 Hektar – steht unter Naturschutz.

Fotos unserer Aufforstungsaktionen

 

Weitere Aktionen

Das Wiesbadener Staatstheater wurde schon auf das Projekt aufmerksam und benutzte einige der fertigen Bilder für einen 90-mimütigen Konzertfilm über Beethovens Pastorale, die eine Wanderung durch die Natur beschreibt. Ein Ausschnitt mit diesen Bildern ist auch auf unserem Youtube-Kanal MSS-Dichterviertel Schulband & Kunstprojekte.

Mit dem Studienseminar Wiesbaden wurde ein Kalender erstellt, der eine Auswahl von 16 Gemälden zeigt. Im Einleitungstext des Kalenders schrieb Thomas Holzbeck unser Projekt zeige auch unsere Sehnsucht nach einer „heileren Welt“ und dem Wald als einer Traumstätte einer Rouessauschen Idee ‚Zurück zur Natur‘. Dieser Traum ist uralt und doch immer noch aktuell, gerade in dieser besonderen Zeit. Finden wir gut. "Kunst macht Schule" zeigte eine erste Ausstellung der bis jetzt gefertigten Werke in der Walter-Hallstein-Straße.

Aktionen, Plakate und mehr

 

Erstes Spendenziel schon nach 10 Wochen erreicht

Im Dezember 21 nahm unsere Spendenaktion Fahrt auf, nachdem wir selbst in sozialen Netzwerken Werbung gemacht hatten und wir mehrmals Erwähnung in der Presse fanden. Kurz zuvor verschaffte uns auch ein kurzer Bericht im Hessen-Fernsehen am 23.11. viel Aufmerksamkeit. Am 11.12. hatte die Bürgerstiftung Wiesbaden eine Beilage in der Wiesbadener Tageszeitung. Hier wurde unser Projekt mit dem Hinweis auf unsere aktuelle Ausstellung einiger Bilder für "Kunst macht Schule" auf einer Doppelseite gezeigt. Am 3. und 4. Advent unterstützte uns das Neue Schützenhaus mit einer sehr netten Aktion. Von jeder verkauften Suppe ging ein Teil als Spende an unser Aufforstungsprojekt. Nachdem uns der Wiesbadener Kurier am 21.12.2021 in einem Artikel über den Leonardo-Award erwähnte, am 05.01.2022 in einem ganzen Artikel ausführlich berichtete und der Sensor Wiesbaden am 28.12. einen sehr ausführlichen Bericht brachte, hatten wir nur 10 Wochen nach Beginn der Aktionen unser Spendenziel von 500 Bäumen erreicht! Wir waren wirklich überwältigt und freuten uns extrem!

Unsere Social-Media-Aktionen über Instagram, Facebook, Tiktok, Whatsapp und Snapchat funktionierten. Und die "klassische" Werbung mit großen Din-á-2-Plakaten und handlichen Flyern hatte auch Wirkung. Wir konnten an den Zeitpunkten der Spendeneingänge erkennen, dass immer, wenn wir eine Plakat-/Flyer-Aktion in der Stadt gemacht haben, gespendet wurde. Die deutlichsten Reaktionen und meisten Spenden erhielten wir aber erstaunlicherweise nach unseren Facebook-Posts - wahrscheinlich, weil hier inzwischen eher ältere Leute unterwegs sind, die einfach auch mehr Geld haben als jüngere!? Auch ein umfangreicher Bericht im Stadtmagazin Port 01 Ende Februar führte zu neuen Spenden. Wir haben das Spendenziel kurzerhand aufgestockt und werden das nun regelmäßig weiter tun, denn wir erhofften uns natürlich noch zahlreiche Spenden, wenn wir mit unserer Ausstellung und der Musik an die Öffentlichkeit gehen. 1000 klimastabile Eichensetzlinge sind jetzt das Ziel! Damit haben wir unser ursprüngliches Vorhaben verdoppelt! Wenn es so weiterläuft, würden wir die berühmten 7000 Eichen von Beuys in der Hälfte der Zeit erreichen, die er brauchte.

Unser Projekt in Presse und TV

 

Der Wiesbadener Wald im Bild

Die meisten Bilder entstanden nach Fotografien, die wir selbst gemacht haben, ein paar Fotovorlagen sind auch aus dem Internet.. All diese Fotos haben wir entweder komplett und frei Hand abgemalt, oder auf unser Blatt projiziert um grobe Strukturen oder feine Details nachzeichnen zu können. Manche Fotos wurden schwarzweiß ausgedruckt und übermalt oder durchgepaust. Sehr oft haben wir auch ein wichtiges Detail, wie ein Gebäude aus dem Gemälde in eine mehr oder weniger frei gestaltete Umgebung gesetzt. Auch Waldmotive aus Comics haben wir mit Teilen aus unseren Fotos kombiniert. Wir wollten auf jeden Fall immer einen deutlichen Bezug zu Wiesbaden, weshalb jedes Bild immer ein Detail hat, an dem man den genauen Ort im Wiesbadener Wald erkennen kann. Manchmal haben wir auch ein schon bestehendes Gemälde als Anregung genommen. Die Marktkirche zum Beispiel ist ähnlich einem Gemälde von Michael Apitz. Wir haben aber die Ansicht genau aus der anderen Richtung gewählt als er. Wir wollten den Blick auf die Kirche durch die Bäume des Nerobergs hindurch, so wie man von etwas oberhalb der Löwenterrasse auf sie blickt.

Auf unserem Titelbild ist der Fernmeldeturm der Hohen Wurzel zu sehen. Die Hohe Wurzel gehört streng genommen gar nicht mehr zu Wiesbaden. Das sehen wir aber nicht so eng. Sie prägt das ganze Stadtbild und ist von vielen Stellen in der Stadt zu sehen. So haben wir es auch mit anderen Motiven gehalten. Wenn sie „gefühlt“ zum Wald um Wiesbaden gehören, haben wir sie auch gemalt.

Alle unsere gemalten Bilder (hier ohne begleitende Texte)

 

Spendenübergabe

Am 29.3. besuchten wir Frau Rippelbeck, die Leiterin des Wiesbadener Stadtforstamtes, um ihr die bis dahin erreichten 800 Bäume oder 4000 Euro feierlich zu übergeben. Nachdem sie von unserem Betterplace-Konto zum Förderverein überwiesen wurden, werden sie direkt dem Stadtforstamt gutgeschrieben. Neben den hier abgebildeten Gutscheinen bekam sie noch die 3 Bilder ihres Forsthauses, die im Projekt entstanden.

Spendenübergabe der ersten 4000 €

 

Ausstellung im Hof Armada

Nachdem die Spendenaktion so erfolgreich verlief, wollten wir ab April gerne unsere Bilder ausstellen und sie zum Verkauf anbieten, um den kompletten Erlös auch noch für neue Setzlinge zu spenden. Anfragen hierfür bekamen wir vorher schon vom Biebricher Höfefest, dem Kranzplatzfest, der Fasanerie, sowie den Restaurants Leichtweiss und Neues Schützenhaus. Entschieden haben wir uns aber für den Hof Armada in Frauenstein, weil wir hier die Bilder längere Zeit hängen lassen konnte, man dort auch unkompliziert den Verkauf anbieten konnte und weil wir mit Frau Stäbe, der pädagogischen Leiterin des Hofes, unsere Ideen sehr unkomliziert umsetzen konnten und sie selbst auch sehr gute Ideen zur Umsetzung hatte.

Ab 1. April waren alle unsere Bilder im Hof Armada in Frauenstein ausgestellt. Montags bis Freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr konnte man sie dort besichtigen und auch kaufen. Wir haben uns entschieden, 30 bis 50 Euro pro Bild zu verlangen. Der Käufer sollte selbst entscheiden, wieviel er in diesem Rahmen bezahlen kann und möchte. Eine feierliche Eröffnung mit der Band und unserem Waldsinfonie-Song führten wir am 1. April für geladene Gäste und am 2. April für die Öffentlichkeit durch.

Wiesbadener Kurier, Wiesbaden aktuell und der Sensor machten auf unsere Ausstellung aufmerksam. Nachdem im März tagsüber Temperaturen um die 20 Grad herrschten, hatten wir geplant, die Vernissage zumindest teilweise als Open-Air-Veranstaltung im schönen Innenhof des Armada durchzuführen. Ein plötzlicher Wintereinbruch mit Schneefall verhinderte das leider. Und zur öffentlichen Eröffnung am 2. April konnte man dann auch weiße Kirschblüten im weißen Schnee bestaunen. Aber die wunderschön ausgebaute und renovierte Scheune, in der wir dann die komplette Ausstellung zeigten, hatte einen besonderen Flair. Nachdem wir unsere Wiesbaden-Projekte bisher schon im Rathaus, im Lilly, im Luisenforum, auf dem Schlossplatz, auf dem Kranzplatzfest, oder dem Biebricher Höfefest ausgestellt hatten, gefiel uns dieser etwas rustikale Ausstellungsort inmitten von viel Natur und am Waldrand gelegen sehr gut. Außerdem lag er nur unweit unserer ersten Aufforstungsfläche im Frauensteiner Wald – wie passend.

Einige Eindrücke von der Ausstellungseröffnung, bei der die Band das erste Mal den Waldsinfonie-Song Broken nach Joachim Raff aufführte sind im Video auf unserem Youtube-Kanal MSS Dichterviertel – Schulband & Kunstprojekte zu sehen.

Trotz des schlechten Wetters fanden doch auch am Samstag, dem ersten öffentlichen Ausstellungstag viele Besucher den Weg zu uns. Allein an diesem ersten Ausstellungstag haben wir 1165 Euro eingenommen.

Diesen Text hier hatten wir in mehreren Exemplaren als gebundenes Buch ausliegen, quasi als Katalog zur Ausstellung, mit vielen Fotos, allen Gemälden, den Zeitungsberichten und vielem mehr. Viele Besucher wollten auch dieses Buch kaufen. Auf Bestellung bieten wir es jetzt zum Selbstkostenpreis von 50€ auch an. Gleiches gilt für die Tasse mit unserem Logo. Wir hatten sie einfach als Stifthalter zum Gästebuch gestellt. Auch diese Tasse wollten viele gerne kaufen, was wir jetzt auch zum Selbstkostenpreis von 8€ anbieten können. Auch T-Shirts, Mützen und vieles mehr könnte man natürlich mit unserem Logo bedrucken …

Eine weitere Idee kam bei der Ausstellungseröffnung auch auf. Einzelne Besucher hatten noch Anregungen zu Bildmotiven, oder hatten Wald-Motive im Kopf, die sie gerne bei uns gesehen hätten. Machen wir jetzt einfach auf Bestellung als Auftragsarbeit, auch zum Preis von 50€.

Live-Video der Ausstellungseröffnung mit Band

25-Minuten mit allen Bildern und Musik

 

Unsere Setzlinge an Ostern

In den Osterferien haben wir unsere Aufforstungs-Plätze besucht und nachgeschaut, was unsere Setzlinge so machen. Die Eichen im Frauensteiner Wald trugen an allen Astenden sichtbaren Knospen. Sie sind also gut angegangen. Die Setzlinge unterhalb der Platte waren schon etwas weiter. Die dort gepflanzten Moorbirken- und Bergahorn-Setzlinge trugen sogar schon kräftige grüne Blätter. Nun ist zunächst einmal Pause, denn gepflanzt werden darf erst wieder im Herbst. Die Sommerzeit eignet sich wegen der Boden- und Witterungsverhältnisse nicht dafür.

 

Projektstand Ende April 2022

Eigentlich hatten wir ja geplant, das Projekt Ende April 2022 zu beenden. Während der Osterferien habe wir uns aber entschlossen weiterzumachen. Zum einen ist die Spendenbereitschaft nach wie vor groß. Regelmäßig gehen Spenden ein, werden Bilder gekauft, melden sich Menschen bei uns, die etwas wissen wollen zum Projekt, uns zu der Kombination aus Kunst, Musik, Lyrik und Klimaschutz gratulieren möchten, oder uns in anderer Form unterstützen möchten. Neben den schon oben genannten Ausflugsrestaurants und Straßen- oder Ortsteilsfesten, die gerne einmal die Ausstellung hätten (und bekommen werden), hat sich nun auch das Umweltamt gemeldet. Dort werden wir dann auch ausstellen. Eine Versicherung für Baumschulen und Gartenbetriebe, die VVAG hat gerade zu ihrem 175. Geburtstag 875€, also 175 Bäume gespendet. Das Stadtmagazin Port 01 hat nach dem Artikel im März nun noch einmal eine Fotostrecke mit Gemälden und Fotos der Aufforstungen gebracht. Also es geht irgendwie ständig weiter … 

 

Entlastung von 14 Tonnen CO2 pro Jahr

Mit dem Eintippen dieser letzten Zeilen ist der aktuelle Spendenstand nun bei knapp 7000€ und 1400 Bäumen! Wahnsinn – wir sind davon total überwältigt. Eigentlich war unser Ziel 500 Bäume zu erreichen. Wir denken wir können damit unserem Lebensraum Stadt, zu dem der Stadtwald ja unmittelbar gehört, eine schöne Hilfe zur Reparatur und Aufwertung geben. Je nach Sorte und Alter speichert ein Baum ca. 10 Kilo CO2 pro Jahr. Unsere bis heute gespendeten Bäume werden also einmal jedes Jahr 14 Tonnen CO2 aus der Wiesbadener Stadtluft filtern – und es werden ja wöchentlich mehr. Damit hätte das Projekt natürlich auch gut in die Kategorie For A Better Planet gepasst, aber wir fanden den Bezug zu unserer Stadt Wiesbaden mit all den Wiesbadener Bild-Motiven, der Wiesbadener Lyrik und Prosa, sowie der Wiesbadener Wald-Sinfonie so groß, dass wir uns für Lebensraum Stadt entschieden haben. Und für diesen Lebensraum ist der STADTwald mit seiner Bedeutung für STADTklima, STADTerhohlung, STADTkultur einfach enorm wichtig … 

Unser Buch zum Projekt

Das komplette Projekt mit allen Dateien

 

Unsere vergangenen Wiesbaden-Projekte

Kombinierte Kunst- und Musik-Projekte zu unserer Stadt machen wir gerne und immer wieder. Das zieht sich wie ein roter Faden auch durch unsere Leonardo-School-Award-Teilnahmen und zeigt damit auch Nachhaltigkeit, finden wir ...

Die bisherigen Leonardo-Projekte (alle über Google zu finden!) zu Wiesbaden waren:

Vincent Goes Wiesbaden: Gemälde von Wiesbadener Motiven im Stil Van Goghs

Wiesbaden-Faces: Gemälde von berühmten und uns wichtigen Wiesbadener Gesichtern

Wasser.Farben.Wiesbaden.: Gemälde von Wiesbadener Brunnen, Quellen, Bächen und mehr, sowie die Komposition des Wiesbadener Wasser-Songs „Der erste Tropfen“

Blutlinde: Kurz-Spielfilm über die Sage der Frauensteiner Blutlinde

Wiesbaden-Rhein-Romantik: Gemälde mit Rhein-Motiven, sowie Songs nach der Wiesbadener Sinfonie von Brahms

Rheingold: Kunst aus Treibholz und ein Song nach der Rheingold- Ouvertüre

Weitere Wiesbaden-Projekte, die nicht am Leonardo-School-Award teilnahmen: 

Der Himmel über Wiesbaden: Fotoprojekt

körper findet sta(d)tt: Fotoprojekt

Die Landschaft vor der Tür – die Landschaft in mir: Fotoprojekt

Mein Rhein-Main: Fotoprojekt

Team

Zinet Tekea
Vin Weber
Zahra Parvez
Yildiz Demirelli
Crestin Merca
Ayla Durmaz
Emelie Jekel
Amira Chourak
Mariella Da Silva
Dina Ikarri
Seo Lee
Fiona Demiri
Mai Thy Pham
Aurora Ripellina
Erkan Xhaferri
Soheyla Tajik
Vesta-Victoria Raaz
Munasar Abdirahman
Mohamed Ahsain-Sanhaji
Silan Akyüz
Samira Arfaoui
Paul Bender
Mia Bibo
Maria Kalyvas
Yaskaran Krisha
Joanna Neubauer
Tabea Oels
Noah Pieper
Emily Sander
Melina Taria
Fynn Tomann
Kadrie Yuseinova
Valerio Ripellino
Lodana Wagner
Fetin Khalife
Lena Sliva
Emily Philipp
Emily Cappello
Viktor Milanov Najdowski

Adresse

Die Wiesbaden Stiftung
Im Hause der IHK
Wilhelmstraße 24 – 26
65183 Wiesbaden

Ansprechpartnerin

Andrea Kraft
0611 – 34 14 86 20
info@die-wiesbaden-stiftung.de

Bankverbindung

Kontoinhaber: Wiesbaden Stiftung
Wiesbadener Volksbank eG
IBAN: DE74 5109 0000 0001 0005 00

Die Wiesbaden Stiftung ist eine rechtsfähige gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Wiesbaden.

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Regierungspräsidium Darmstadt
AZ: II 21.1-25d 04/11-(14) – 109
Anerkennung vom 05. August 2003