Ordnung in die Unordnung - Mit Hilfe der CO2-Ampel

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  • Kategorie: Der gesunde Mensch
  • Schule: Friedrich-List-Schule Wiesbaden
  • Klasse: BG 13/07
  • Teamsprecher/-in: Malte Fuchs
  • Lehrer/-in: Frau Wellan-Ely

Ordnung in die Unordnung - Mit Hilfe der CO2-Ampel

„So erstmal alle Fenster auf!“ verkündet der Lehrer, als er morgens in das Klassenzimmer tritt. Als sich die Schüler dann träge aufgemacht haben um die komplette Fensterreihe zu öffnen beginnt der Lehrer den Unterricht. Geschlossen werden sie zehn Minuten danach und zu bleiben sie für den Rest der Stunde auch. „Mensch! Jetzt haben wir vergessen zu lüften!“ meinte der Lehrer noch als die Schüler zur Türe raus sind. In der nächsten Stunde standen die Fenster schon offen als die Schüler hereintraten. Ihre Jacken ziehen sie erst gar nicht aus, denn sie wissen, dass ihre Lehrerin die Fenster nicht schließen wird. Diese zwei Szenarien sind durch das Intervalllüften keine Seltenheit in den Klassenräumen. Denn die 20 Minuten werden stark unterschiedlich von den einzelnen Lehrkräften umgesetzt.

Jetzt sollen CO2-Amplen dieses Problem lösen und Ordnung in den Wirrwarr bringen, indem sie den CO2-Gehalt in den Räumen und damit die Luftqualität messen. Dadurch kann von einer einfachen Ampelanzeige abgelesen werden, wann es wieder Zeit wird, die Fenster zu öffnen. Zusammen mit Initiatorin Frau Wellan-Ely kümmern sich die Schüler aus der Fachrichtung Praktische Informatik Carsten Stecker und Jan Groen (aus dem ehemaligen Abiturjahrgang der Friedrich-List-Schule) sowie Malte Fuchs und Tassilo von Jagow (aus der Klasse 13/07) um die Umsetzung dieses Projektes. Beim Planen der Platinen wurden die Schüler durch wertvolle Tipps von der Hochschule Rhein-Main unterstützt, mit der unsere Schule seit mehreren Jahren erfolgreich kooperiert.

Die Ampel-Lichter sollen jedoch nicht der einzige Weg sein, Daten auf den CO2-Sensoren einzusehen. Die Sensoren sind zudem mit Wlan ausgestattet und können mithilfe eines, in der Programmiersprache „C“ geschriebenes Programmes die gemessenen Daten an einen zentralen Server schicken. Das Programm, welches von den Schülern extra für diesen Zweck programmiert wurde, kann die gewonnen Daten außerdem noch auswerten und erlaubt es sie einfach abzulesen. Auch soll es in Zukunft für die Schüler möglich sein die Daten über eine App auszulesen. Dadurch können die Schüler eine Push-up Nachricht bekommen, falls sie sich in einem Raum mit schlechter Luftqualität befinden. Auch können sie so im Nachhinein sehen, wie die Luftqualität in ihrem jeweiligen Raum ist.

Nachdem in einigen Klassenräumen verschiedene Prototypen der CO2-Sensoren ausführlich getestet worden waren, konnte die Produktion in Serie gehen. Zusammen mit den SchülerInnen des Physik-Leistungskurses wurden mit Sensoren, Microcontrollern und Platinen neue Co2 Sensoren hergestellt. Dies  war für viele Schüler das erste Mal, dass sie einen Lötkolben in der Hand halten und so konnten die Schüler mal aus dem alltäglichen Schulleben raus und ihr Wissen spaßig erweitern und lernten so, den im späteren Leben unter Umständen wichtigen, Umgang mit einem Lötkolben. Jedoch lernten die Schüler hierbei nicht nur Erfahrung beim Löten, sondern konnten auch ein Einblick darin bekommen, wie ein solcher Sensor funktioniert.

Dieses Projekt ist ein Beispiel für den Einsatz, den Schüler als auch Lehrer zeigen, um den Schulablauf zu verbessern. So trägt dieses Projekt zum Beispiel dazu bei, die Chance auf ein Zurückschicken ins Home-Schooling um einiges zu reduzieren. Die CO2-Sensoren verlieren jedoch auch nach Corona nicht an Bedeutung, was unter anderem der Artikel „Richtig Lüften in Schulen“ des Umweltbundesamtes, bestätigt, da „zu hohe CO2-Werte […] bei den Anwesenden zu Ermüdungserscheinungen [führen].“

Autoren: Luisa Wondracek, Jan Groen, Carsten Stecker, Malte Fuchs, Tassilo von Jagow, Felix Josef

Team

Tassilo von Jagow
Malte Fuchs

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Anerkennung vom 05. August 2003