Projektbeschreibung
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Gestaltungsprojekt Schulraum 303

Im Raum 303 der Wiesbadener Elly-Heuss-Schule wird das Fach Kunst Tag für Tag unterrichtet. Oft sind es über 100 Schülerinnen und Schüler, die klassenweise von der 1. Std. bis zum Ende der 9. oder 10. Unterrichtsstunde hier arbeiten, zeichnen, lernen. Man könnte durchaus sagen, dass dieser große Raum also für gewisse Zeit zur Lebensumwelt von vielen Wiesbadener Kindern und Jugendlichen wird. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Doch welche Gestalt, welches Gesicht hat dieser Schulraum? - Er ist langweilig und einmal war er sicher ganz weiß. Was vielleicht auch langweilig ist. Triste ist der Raum 303, und die Wände sind im Lauf der Jahre auch nicht wirklich weiß geblieben, von Fantasie keine Spur. Design und künstlerische Gestaltung bringen konkrete, ästhetische Arbeitsergebnisse hervor. Das sollte doch zu einem Kunstraum passen. Und warum sollte es einer kleinen Gruppe von kunstbegeisterten "Bewohnern" von Raum 303 in einer Gemeinschaftsarbeit nicht gelingen, hier etwas zu verändern? Also zum Beispiel diesen leblosen Klassenzimmer - Wänden eine positive, echte Bedeutung, einen Sinn und Farbe zu geben. Wände sozusagen mit Sinn für die Sinne der Schüler, oder, wir optimieren das Lebensgefühl in Raum 303 mit den Mitteln von Farbe und unseren Ideen. Damit ist das Ziel und unser Thema für den "Leonardo 2019" beschrieben. Aus einem kahlen, nüchternen Nutzraum kann ein ganz besonderer Ort werden, ein inzwischen grau gewordenes, langweiliges Gehäuse soll eine neue Identität erhalten. Und vielleicht wird das Ganze zum Modell der Schule?

Wir sind fast alle Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8 und 9. Wir treffen uns wöchentlich entweder in der Kunst AG oder im Kunstprofilkurs bei Herrn Poessnecker. Leyla und Charlotte kommen beide aus der Oberstufe. Marlene ist die Teamsprecherin, Berna singt ständig beim Zeichnen und Rafael erzählt ab und zu einen recht guten Witz.

Lenah, Isabella, Sofia, Mascha, Dimitar, Paula und Coco.
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27.12.2018 - 17:16 Uhr
Marlene Stier
Wir entscheiden uns
Hi, ich bin´s wieder, Marlene. Heute war es die Zeit, sich für einen passenden Entwurf zu entscheiden. Wir hatten alle hart an unseren separaten Designs gearbeitet und wollten eine Lösung finden, die so viel wie möglich von jedem Stil berücksichtigt, und trotzdem nicht zu ablenkend wirkt. Es gab manches zu bedenken, wie Lenah sagte: "So sehr wie ich es auch mag, mir ein schönes Bild anzuschauen, ist das nicht der Sinn, warum wir die Wände bemalen. Deshalb ist es besser, ein einfacheres Motiv an die Wände zu malen, welches die Konzentration nicht zu sehr bindet." Wir alle stimmten diesem Kommentar zu und begannen, unsere Designs erneut und noch genauer zu vergleichen. Obwohl alle Entwürfe einzelne Elemente hatten, die sie auf ihre Weise hübsch machten, gab es einige, die auf die Wände kaum zu übertragen waren. Ein paar davon waren sehr komplizierte und zarte Blumenlandschaften, die eine sehr bezaubernde Atmosphäre aufwiesen. Wie Rafael gesagt hat, wäre es sicher schwierig, ein solch naturalistisches Bildmotiv umzusetzen. Es wurde auch erwähnt, dass diese sehr romantischen Designs zwar schön sind, aber vielleicht nicht viele Schüler direkt ansprechen. Ein weiterer, von uns zu berücksichtigender Entwurf, war der von Sofia. Sie hatte eine lange, geschwungene Linie durch die gesamte Fläche der Wand gezogen und mit einem Farbverlauf von Aquarell eingefärbt. Es könnte schwierig sein, mit der uns zur Verfügung stehenden Farbe den gleichen Effekt wie das Aquarell zu erzielen. Aber der Entwurf selbst war doch sehr beachtenswert, wie Rafael bemerkte. Wir sind dann zu meinem Entwurf in der Betrachtung gekommen: große, farbenfrohe, sechseckige Konstrukte, die über einem dunkelblauen und schwarzen Hintergrund schweben. Sofia schien damit zufrieden zu sein und sagte: "Eine solche Lösung wäre viel innovativer." Etwas abstrakter und allgemeiner als die Bilder mit Blumenlandschaften. Lenah stimmte unter einer Veränderung der Farbigkeit zu, da sie den dunklen Hintergrund als recht extrem und auch ablenkend empfand. Es scheint unserer Kunstgruppe also, dass dieser Entwurf als Grundlage für die Wandgestaltung verwendet werden kann. Mit ein paar Änderungen und zusätzlichen Komponenten könnten wir es auf die Wände übertragen. Es ist schön, dass die Gruppe so kurz vor Weihnachten so harmonisch eine künstlerische Entscheidung finden konnte. Vielleicht lag es aber auch an Bernas sehr
atmosphärische Musik, oder vielleicht auch an der weihnachtlichen Vorfreude, oder vielleicht nur an der Gruppe, die sich so gut versteht. Jedenfalls ist es uns gelungen, eine Lösung zu finden, die alle zufrieden stellte. Es war ein großartiges Ergebnis für unser letztes Treffen in diesem Jahr 2018. Im Raum 303 richtet sich jetzt erst mal für ein paar Wochen eine leere Zeit ein. Nach dem Jahreswechsel, im Januar 2019, wird sich alles mit frischer Kreativität füllen und unsere Überlegungen und Entscheidungen bringen Buntheit und Farbe ins Spiel. Also bis dahin dann, eure Marlene.
17.12.2018 - 21:20 Uhr
Marlene Stier
Die ersten Schritte
Hi, mein Name ist Marlene Stier. Herzlich Willkommen zu unserer Seite!
Wir haben in den letzten Wochen viele Fortschritte gemacht. Heute haben Isabella und Rafael sich die Hände schmutzig gemacht und begannen an den Wänden zu arbeiten. Während sie eifrig Schrauben herausnahmen, diese lästigen Bretter von den Wänden entfernten und Löcher mit Spachteln und Gips füllten, beendete der Rest der Gruppe ihre Entwürfe. Sofia und Lenah verbrachten die Stunde miteinander, unterhielten sich und hörten Musik beim Zeichnen. Berna hatte eine Freundin mitgebracht, und die beiden verglichen fröhlich ihre Musikgeschmäcker und malten Blumen farbig an. Ich genoss die Possen unserer beiden Bauarbeiter und lachte gelegentlich über einige ihrer unterhaltsamen.. Lernerfahrungen. Alles in allem war es eine sehr produktive Stunde, die wir alle sehr genossen haben.
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