Projektbeschreibung
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Wir sind eine Gruppe an der Gutenbergschule, die Russisch lernt. Hierbei geht es um die Sprache, aber auch um die Landeskunde, oft auch um Geschichte. Schon länger hatten wir die Idee, einmal ältere russischsprachige Menschen in Wiesbadner Altersheimen zu besuchen und vor allem zuzuhören. Ältere Menschen aus der Sowjetunion stellen mit ihren Biographien einen interessanten Erfahrungsschatz dar, schließlich liefen die Lebenswege nicht immer gerade und führten ja auch hierher - sei es als Emigranten, als deutsche Spätaussiedler oder anderweitig als Migranten. Solche Menschen kommen zunehmend in die Altersheime und haben dort wegen ihrer Sprache meist kaum Gelegenheit außerhalb der Familie in der Muttersprache zu sprechen. Hier wollen wir ansetzen und bitten die Wiesbadener Altersheime in kommunaler, kirchlicher und freier Trägerschaft um die Möglichkeit, mit solchen Menschen in Kontakt zu treten und so auch unsere Sprache zu verbessern. Die meisten von uns kommen auch aus dem russischsprachigen Milieu, sodass die Hürden geringer sind. Wir möchten mit dieser speziellen Zielgruppe im wahrsten Sinne des Wortes ins Gespräch kommen und auch gerne zuhören, eben eine Generation im Dialog sein.
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13.04.2019 - 22:30 Uhr
Dina Vilgelmi
Und weiter?
das Konzert ist für den 6. juni geplant. Viele von uns können Instrumente spielen. Das hat Senioren am meisten gefreut. Auch, weil sie sehr gerne singen.
Nebenbei erfahren wir viel aus ihrem Leben. Sie kommen aus verschiedenen Teilen der ehemaligen Sowjetunion. Diese Treffen waren bisher sehr menschlich. Die Lebensläufe - wie ein Buch.
Plötzlich wird aber auch die Theorie lebendig (im Unterricht hatten wir vor kurzem das Thema "Was ist GUS?" Auch das Anwenden der gelernten Sprache bereitet uns Spaß.
13.04.2019 - 22:20 Uhr
Maja Dietrich
Ideen aus den Tandems
Das zweite Treffen ging dann schon mehr in die Tiefe. Es gab die ersten Tandems, bei denen wir und die Älteren uns zusammensetzen. Es wurden selbstgebackene Speisen mitgebracht. Daraus entstand die Idee, auch einmal gemeinsam zu kochen bzw. alte russische Gerichte auszuprobieren, die heute aus der Küche verschwunden sind.
Gemeinsame Spiele waren eine weitere Idee. Ebenso kam ein anderes Projekt zustande. Am Geburtstag des Dichters Puschkin, dessen Nachfahren in Wiesbaden leben, soll es eine gemeinsame Gedenkveranstaltung geben. Vielleicht eine Rezitation oder ein kleines Konzert.
Wir waren positiv überrascht, wie viel Energie und Lust, neues auszuprobieren diese Menschen haben.
Ach, ja, und viele wollten auf den neuesten Wissenstand bezüglich ihren Samrtphones gebracht werden. Das war doch für und kein Problem!
13.04.2019 - 22:08 Uhr
Dina Vilgelmi
Schwierige Suche und Happy end
Nach langem Herumsuchen und vielen Telefonaten war klar: Wir werden für unser Projekt in Klarethal fündig. Dort leben ältere russischsprachige Menschen. Aber wie an sie herankommen? Datenschutz! Gottseidank gibt es die Gesprächsgruppe Samowar, der wir unser Projekt vorstellten und dort gab es auch schon die ersten Ansatzpunkte: Einige Ehrenamtler hatten Verbindung mit älteren Menschen im Viertel und in Einrichtungen. Es wurde ein Treffen anberaumt, vor dem wir uns fragte, wieviele kommen. Und es kamen tatsächlich neun ältere russischsprachige Menschen. Und es war sofort lustig und lebendig. Die Fotos zeigen das.
Wir haben uns Sorgen gemacht, wie wir anfangen sollen, wonach fragen. Aber das war vollkommen umsonst. Unsere neue Freunde wollten einiges von uns wissen und erzählten viel über sich, über ihr Leben. Und am Ende wurde spontan gesungen (vgl. Video).
Einige Senioren haben schon beim Vorstellen die ersten Ideen bzw. Wünsche für die weiteren Treffen geäußert:
- besser Deutsch lerenen,
- Instrumente spielen lernen,
- gemeinsam ein Konzert veranstalten,
- gemeinsames Kochen.
Für das zweite Treffen haben wir uns vorgenommen, das zu vertiefen.
300 Leute haben dieses Projekt angeschaut
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