Projektbeschreibung
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gemeinsam einsam

Generelles Vorwort:
Ich als junger, angehender Filmemacher bin weniger an guten Drehbücher interessiert (da darin auch nicht meine Qualitäten liegen) sondern vielmehr daran, was man allein mit den Bildern erzählen kann. So werde ich versuchen, fast ohne Wörter, ein bestimmtest Gefühl zu porträtieren, indem ich nur die bildsprachlichen Mittel nutze, die einem der Film gibt. Ich versuche ein alltägliches Gefühl zu zeigen, welches jeder kennt und in das sich jeder hineinversetzen kann. Die besondere Herrausfoderung lieg darin, dass ich die Alltagssituationen so inszenieren muss, dass jeder weiß, wovon ich erzähle.

Meine Motivation und Ziele für "gemeinsam einsam":
Innerhalb der letzten zwei Jahre habe ich mich immer mehr für Filmwissenschaften interessiert und wie es ein Film schafft, allein mit Bild und Ton die Zuschauer zum Lachen und Weinen zu bringen. Also begann ich mich mit allen Techniken des Filmemachens auseinander zu setzen. Wie man über Bildkompositionen, Farben, Licht, Perspektive und vor allem Musik ein Gefühl erzeugen kann, ohne es durch Dialoge beschreiben zu müssen - denn das ist es, was den Film im Generellen meiner Meinung nach von allen anderen Kunstformen unterscheidet und so einzigartig mach. Eine Sekunde genügt, um die gesamte Stimmung einer Szene zu erzeugen.
Und genau das habe ich mir zu meinem Ziel gemacht. Ich wollte ein bestimmtes Gefühl, das Gefühl, dass man die ganze Zeit mit vielen Leuten zusammen ist, sich aber dennoch alleine und einsam fühlt, allein durch Bild und Ton ausdrücken, ohne dabei Dialoge innerhalb des Filmes zu haben.

Künstlerische Umsetzung und Entscheidungen:
Auf der visuellen Seite habe ich mich von dem Film "Lost in Translation" inspirieren lassen. Ich habe sehr wenig geschnitten und die Kameraeinstellungen lange stehen gelassen, damit der Zuschauer die Möglichkeit bekommt, sich in die Szene und den Protagonisten hineinzufühlen. Ich wollte, dass der Zuschauer die Zeit bekommt, die es braucht, um wirklich mitfühlen zu können. Manchmal vielleicht sogar zu lang bis es unangenehm wird hinzugucken. Zudem habe ich keine besonderen Kamerabewegungen, um die Situation noch statischer und aussichtsloser darzustellen. Ich habe versucht, die Farben genauso wie das Set, möglichst kühl zu halten, um die Atmosphäre der gesamten Thematik darzustellen.
Bei der Musik habe ich mich an Johann Johannssons Soundtrack für den Film "Arrival" orientiert. Ich wollte mit Keyboard, Gitarre und Bass, die ich alle mit sehr vielen Effekten stark verzerrt habe, eine ungemütlich Atmosphäre schaffen, bei der es dem Zuhörer direkt unangenehm wird.

Zudem habe ich keine Dialoge, genauso wie auch keine Handlung oder Charakterentwicklung innerhalb des Filmes, da ich allein das Gefühl der Einsamkeit zeigen wollte. Dafür habe ich mir verschiedene Szenarien (der Freundeskreis, Familie, Mädchen und Schule) überlegt, die dieses Gefühl einfach zum Ausdruck bringen sollen.

Praktische Umsetzung:
Ich habe schon länger geplant, einen eigenen Kurzfilm zu machen, habe vor diesem Film allerdings noch nie etwas gedreht, geschnitten oder Filmmusik gemacht. Das hat mich selbstverständlich vor viele ungeahnte Probleme gestellt, mit denen ich nicht gerechnet hatte, die ich aber größtenteils zusammen mit meinem Team lösen konnte.


Alles in allem kann ich abschließend sagen, dass dieser Kurzfilm als ein kleines Kunstwerk zu betrachten ist, welches versucht auszutesten, wie weit ein Film allein mit Bild und Ton gehen kann, um den Zuschauer zu berühren, ihn eventuell an sich selbst zu erinnern und zum Nachdenken anzuregen. Ob dies gelungen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
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