Projektbeschreibung
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Diskriminierung-Zerstörung-Krieg - schau nicht weg!
Mixed Media

Das Projekt des Jahrgang 10 beschäftigt sich mit dem Thema Diskriminierung, Zerstörung und Krieg.
Hierbei werden unterschiedliche künstlerische Medien verwendet:
Performance, Malerei (Acryl auf Leinwand), Sound, Objekte aus Holz mit Pyrotechnik bearbeitet, Skulptur aus unterschiedlichen Materialien, Papiercollage, Fotografie, Film....

Wir stellen von uns gewählte Situationen nach, in denen deutlich wird, dass der Mensch immer wieder die Rolle des Zerstörers einnimmt. Dies beziehen wir auf private Schauplätze in Beziehungen und innerhalb des Miteinanders in der Gesellschaft, die Diskriminierung und Ausgrenzung zur Folge hat.
Kriege sehen wir als eine weiterreichende Konsequenz der Destruktivität des Subjekts Mensch.
Auch die Haltung des Menschen zur Natur, deren Teil er ist, zeigt, wie wenig vorausschauend wir Menschen gerade die letzten Jahrzehnte mit unserem Lebensraum Erde umgehen.
Unser Projekt soll keine Lösungen aufzeigen, sondern fordert auf: schaut hin und erkennt.

Im Arbeitsprozess sind wir einerseits mit ästhetischem Tun beschäftigt, bei dem wir Objekte erstellen,
andererseits bilden wir gleichzeitig destruktive Momente ab, indem wir zum Beispiel ein gebautes Objekt mit Pyrotechnik zerstören. (bei You Tube unter: https://youtu.be/tDD2Nv50Y0o)

Wir haben Bilder gemalt, die Kriege sichtbar, fühlbar und hörbar machen. Hierbei werden den Bildern selbst erstellter Sound zugeordnet, der beim Anschauen des Bildes auf Leinwand mit Kopfhörer gehört werden kann.

Ein Stopmotionfilm zeigt über blauem Himmel und Sommerwolken den Abwurf von Bomben unter Jubel.
Kriegshelden, Kriegsveteranen gelten für viele als stark und sind besonders respektiert. Ergibt das Sinn?

Ein Holzpanzer in Spielzeuggröße befindet sich unauffällig an verschiedenen Orten.

Aus Ton wurden Tretminen und Handgranaten geformt. Hierfür haben wir Recherche betrieben; in welchen Gebieten befinden sich die Kriegsobjekte vor allem auch noch nach Kriegen unbemerkt im Boden.

Gewehre und Waffen sind vor allem in Amerika Symbole der Macht und des vermeintlichen Selbstschutzes.
Unsere angefertigten Waffen sollen dies ad absurdum führen.

Es sind Collagen entstanden, bei denen wir Musterzimmer aus Tapetenkatalogen verändert haben.
Das ehemals perfekte Wohnzimmer, ist jetzt von Brand und Verwüstung gezeichnet. In dem einen Fenster erkennt man brennende Bäume; Krieg oder ein Waldbrand bedingt durch den Klimawandel? Oder gab es einen Streit innerhalb der Familie? Ein Zimmer ist voller Plastikmüll, der dort ewig liegen wird.

Eine Gruppe von Schüler*innen ist mit Flaschen mit sauberer Luft auf dem Rücken auf dem Weg durch die Fußgängerzone. Diese atmen sie durch Masken ein.

Der Leib der Frau mit Körper und Geist wird dargestellt als Haus, dessen Tür geschlossen bleibt, wenn die Frau dies so will. Die Gruppe, die dieses Objekt erdacht hat, möchte die Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen aufzeigen, die als zerstörerische Überschreitung von Grenzen als Teil der Diskriminierung von weiblichen Menschen täglich vorkommt.

In der Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Medium können wir unserer Sprachlosigkeit, Überforderung, Angst und Wut Ausdruck verleihen, welche das Leben in unserer heutigen, komplexen Welt mit sich bringt, in der jede*r einzelne einen Fußabdruck hinterlässt.
So entsteht im besten Falle eine Kunst, die dazu auffordert, die von uns Menschen ausgehende Zerstörung wahrzunehmen, sich damit auseinanderzusetzen und eine eigene verantwortungsbewusste Position einzunehmen,
die eben mit dem Erkennen beginnt -im Mikrokosmos des eigenen Umfelds und Handeln.
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472 Leute haben dieses Projekt angeschaut
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